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Archive for Februar 2012

Wenn man alle seine Abgaben hinter sich hat, sind Semesterferien ganz schön langweilig. Um also in dieser verschwendeten Zeit irgendetwas Sinnvolles zu Stande zu bringen, arbeite ich mich gerade durch mein ILLUSTRATION NOW!-Buch (Taschen-Verlag) und versuche, Illustrationstechniken, die mir gefallen, nachzuahmen. Das selbstgesetzte Leitthema sind Rezepte. Wenn der Rest der Semesterferien also noch ein bisschen langweiliger wird, habe ich am Ende immerhin ein schönes, selbst gestaltetes Kochbuch.

Hier sind die ersten beiden Rezepte:

[Backzeit laut Ursprungsrezept: 25 Minuten. Ich empfehle: je nach Backform und Kuchenhöhe viel länger und bei niedrigerer Temperatur backen.]

Guten Appetit!

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Mit meiner morgigen Abgabe für meinen 2D-Kurs endet das Semester endgültig.
Was hier hier seht, ist die umfangreichste Arbeit, die im Rahmen dieses Kurses angefertigt wurde.

Zu Anfang des Semesters wählte jeder von uns ein Bild eines Alten Meisters aus (also eines Künstlers, der vor der Moderne gelebt hat), das für alle folgenden Arbeiten als Grundlage diente. Wir untersuchten die Komposition, zerlegten es in seine Farben und ordneten diese neu an, fertigten Monotypien an, kopierten,… und zum Schluss durften wir frei dazu arbeiten. Das heißt, ein völlig neues Bild schaffen, das jedoch nicht den Bezug zur Vorlage verliert.

Mein Bild war der Don Manuel von Francisco de Goya. Wer es nicht kennt, einfach mal googeln.
Abgebildet ist darauf der Sohn einen spanischen Grafen. Der Junge trägt einen feinen roten Anzug und ist umgeben von drei Katzen und einem Vogel an einer Leine, Tieren, die ihm zum Zeitvertreib dienen sollen. Außerdem sieht man noch den verräterischen geschlossenen (ausnahmsweise nicht goldenen) Käfig. Denn wie das meist mit den Kindern der Reichen und Berühmten ist, ihnen bleibt der Kontakt zu Gleichaltrigen verwehrt und stattdessen ertrinken sie im Luxus dessen, was sich sonst kaum jemand leisten kann.

Was ich aus dieser Ausgangssituation gemacht habe, ist für die Meisten wohl offensichtlich: Don Manuel wurde zu Max aus Maurice Sendaks Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“, seine Katzen werden zu den wilden Kerlen. Meine Interpretation zeigt, was sich Don Manuel sich in seiner Lage vielleicht gewünscht hätte: ausbrechen, wild sein, den prächtigen roten Anzug gegen das Wolfskostüm tauschen und Abenteuer erleben. Und in diesem Wunschdenken, da ist auch der Käfig offen.

Zur Technik: Die einzelnen Bildelemente wie das Kind, die Kerle und der Käfig sowie Mustervorlagen für Blätter und die Struktur des Bodens habe ich von Hand gezeichnet, eingescannt, digital coloriert und zum Schluss zusammengesetzt. Darüber liegen noch einige Ebenen, die dem Bild das passende Licht- und Schattenspiel verleihen.

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Vor einigen Tagen erhielt ich eine überraschende Nachricht in Form eines Kommentars auf diesem Blog.

Hello there,
Nice blog!

I am Ariel from New York rock band sleep.shy. You came to one of our shows once in Central Park. You also posted about us one time (thank you!)

Please email me at the address below. We would like to send you something via email.

Letzten Sommer, nach meiner Reise nach New York, hatte ich hier über die Band berichtet, deren Auftritt im Cetral Park ich zufällig gesehen hatte. Umso überraschender war es jetzt, dass mir Ariel als Dank dafür ihr neues Album Misanthropist Philanthropist als Download zuschickte.

Im Gegensatz zum Vorgänger Galapagos Inn ist das neue Album straighter, rhytmischer, hat aber keinesfalls den etwas düsteren Klang, der durch die choralen Gesangsparts live beinahe autistisch wirkt, verloren. Die Instrumente fesseln, in ruhigen und schnellen, härteren Passagen, die es in einigen Songs gleichermaßen gibt.
Irgendwo zwischen Sigur Rós und pg.lost, aber mit einem charakteristischen, eigenen Klang, der bei einigen Songs sogar leicht in Richtung The Smiths geht, sollte diese Band eindeutig mehr Aufmerksamkeit bekommen, als sie bisher gekriegt hat.

Wer also diese großartige Band unterstützen möchte, kann hier das Album kaufen.

Zum Reinhören in Misanthropist Philanthropist habe ich euch zwei Songs hochgeladen, die die unterschiedlichen Seiten von sleep.shy zeigen.

Hits & Misses

Cold Joints

Ich würde mich freuen, wenn dieser Post dazu beiträgt, dass der ein oder andere das Album kauft, sleep.shy auf Facebook liken würde oder die Band seinen Freunden weiter empfiehlt.

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Das wars dann aber auch mit dem Verwursten von Zeichnungen.

Aktzeichnen machte etwa ein Drittel unseres Zeichenunterrichts aus. Es gab vier verschiedene Modelle zu fünf Terminen und unzählige Möglichkeiten, das Akzeichnen vielfältig und lernfördernd zu gestalten. Wir mussten mit der linken Hand zeichnen, mit Graphit, Kreiden, verschieden starken Bleistiften, schnell, langsam; unser Modell hat sich verkleidet, verrenkt, ausgezogen, eingewickelt und zwischen geometrischen Formen platziert.

Allgemein kann ich Aktzeichnen nur sehr empfehlen, mir zumindest entlockt das figürliche Zeichnen am Modell doch noch ein paar verborgene Talente, vor allem, wenn die Zeichnungen sehr schnell gehen müssen.

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Dinge, die man mit Zeichnungen, welche sich übers Semester angehäuft haben, tun kann:

Wegwerfen
Verbrennen
Lagern und nie wieder angucken
ungeliebten Onkels und Tanten zu Weihnachten schenken…

Oder aber:
Abfotografieren und mit ein bisschen digitalem Colorieren noch ein ganz ansehnliches Bild daraus zaubern

Ich habe mich für letztere Möglichkeit entschieden. Hier sind die ersten beiden Spielereien, weitere werden bestimmt folgen.

Unser Akt-Modell hat in jeder Zeichenrunde ein Kleidungsstück abgelegt. Entstanden ist dabei eine Figurengruppierung, die mich stark an eine Umkleidekabinen-Szene erinnert hat.

Hier durfte das Modell szenische Darstellung vollführen und abwechselnd zwei Parteien eines Kampes einnehmen. Nackt, dafür aber mit Bauarbeiterhelm und Axt. Wir mussten mit links Zeichnen und hatten auch nur 30 Sekunden pro Pose, was den schwungvollen, sehr impulsiven Strich erklärt.

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Liebe Freunde des guten Geschmacks,

Es gibt ein neues Album von Message to Bears, das habe ich soeben hier gelesen. Bei der guten Kritik gibt es doch Hoffnung, dass Folding Leaves ein ehrwürdiger Nachfolger für Departures wird.
Das ganze Album kann sich bei Youtube anhören (zumindest so lange, bis die GEMA zuschlägt…), ich packe euch hier mal den dritten Track Mountains mit rein, dazu gibt es nämlich sogar ein Video.

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