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Schon 22 Kalendertürchen offen und noch keine Gastrezension vom Lieblingsmenschen! Um diese Tradition der letzten Jahre in diesem Jahr nicht zu brechen hier der externe Beitrag des Jahres:

Was die Dads besingen, ist der allzu bekannte Schmerz nach einer Trennung. Das Auseinanderreißen verwachsener Welten. Es sind die kleinen Dinge; Gegenstände, die den Alltag gerahmt haben. Es sind diese Träger der Erinnerungen, die einen aus jedem Winkel des Zimmers anblicken, bei denen man nicht weiß, ob sie endlichen abgeholt, weggeworfen und versteckt werden sollten. So liegt man also zwischen alledem auf den Zimmerboden und schreibt solche Lieder.
Es ist interessanterweise das Parfumflakon, auf das der Song zu sprechen kommt – und in der Tat kenne ich selber die Macht der Düfte, die so stark mit Bildern und Menschen verbunden sind. Der Geruchssinn ist der einzige, der unmittelbar ins Bewusstsein dringt und nicht über eine Umleitung über das Gehirn dorthin gelangt. Die volle Dosis assoziativer Sprengstoff quasi.
Musikalisch wechselt diese Mischung aus Wut und Ohnmacht zwischen krachenden Gitarren und schleppenden Beats. Klar klingt das alles nach den Emo-Bands, wie sie es schon seit den frühen 2000ern gibt, nur etwas roher.
Dafür haben die Dads ihre EP auch augenzwinkernd Brush your teeth, again betitelt. Wir können davon ausgehen, dass ein Morgen danach kommen wird, wenn wir ersteinmal aufgestanden sind. Ganz sicher.

Türchen Nummer 23:
Dads – Pass me the ball (Direkdownload/via Last.fm)

Für mehr Schreiberei und gesammelte Weisheit von animarson bitte hier klicken.

bild via tacomaweekly.com

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Je älter ich werde, desto unwichtiger wird Musikgeschmack. Was früher noch von vorne bis hinten durchinszeniert, ausgewählt und an denen, die man beeindrucken wollte, ausgerichtet und abgeschaut war ist heute nur noch etwas, das sich unbemerkt entwickelt, Neues hinzufügt, sich von altem trennt, aber auch ganz Altes wiederentdeckt und neu denkt.
Irgendwo innerhalb von zehn Jahren intensiver gelebter Beschäftigung mit Musik finden sich Genres und Bands, die für mich persönlich zwar nicht zu dem zähle, was ich wieder- oder neuentdeckt habe, von dem ich mich aber auch nicht trennen kann, weil einfach zu viel Erinnerung, zu viel Nostalgie darin steckt.

Als ich auf der diesejährigen Free-Mp3-Suche auf You, Me, And Everyone We Know stieß, fühlte ich mich mit sofortiger Wirkung ins Jahr 2006 gebeamt, als in meinem Freundeskreis Bands wie Taking Back Sunday oder The Spill Canvas rauf und runter gehört wurden. Oder um es noch mal ein bisschen bildlicher und überregionaler zu behandeln: Es war die Zeit, in der Emo gerade sehr cool wurde, wir alle Sternchen auf Shirts und Jacken und karierte Vans trugen.
Ich würde entgegen aller Vermutungen einiges dafür geben, noch mal 15 zu sein, bunt mit bunt mit bunt zu kombinieren, fast jedes Wochenende in meinen Chucks auf Konzerten und Partys rumzuhüpfen und zu glauben, dass Musik und meine Freunde alles sind, was man zum Leben braucht.

Als kleinen Trost höre ich mir jetzt „Carolina Heat“ in der Dauerschleife an und werde sehr nostalgisch. Aufgrund meiner Nostalgie habe ich direkt noch ein paar schöne Bilder zu Tage gebracht, die diese Phase sehr gut zusammenfassen. Wer damals nicht seine Schuhe fotografiert hat, der werfe den ersten Stein. So, wer wird jetzt mit mir nostalgisch?

Türchen Nummer 18:
You, Me, And Everyone We Know – Carolina Heat (Direktdownload/via Last.fm)

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